Die Stadt Wanne-Eickel

Die Stadt Wanne-Eickel liegt im Ruhrgebiet und war bis 1975 eigenständig. Durch eine Gebietsreform bildet sie seitdem mit der Nachbarstadt Herne eine gemeinsame Kommune.

Der historisch interessantere Teil der Doppelstadt war Eickel, das bereits im Frühmittelalter erwähnt wurde. Auch der Ortsteil Crange hat eine lange Tradition, der Pferdemarkt aus dem sich die heutige Cranger Kirmes entwickelte, besteht bereits seit dem 15. Jahrhundert.

Größere Bedeutung erlangten Wanne und Eickel aber – wie andere Ruhrgebietsstädte – während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Maßgeblich dafür war der Hauptbahnhof Wanne-Eickel, der sich zum wichtigsten Rangierbahnhof im mittleren Ruhrgebiet entwickelte.

Im Jahr 1926 wurden Wanne, Eickel und Röhlinghausen zur kreisfreien Stadt Wanne-Eickel vereinigt. Die Bevölkerungszahl erreichte ihren Höhepunkt in den 1960er-Jahren, als sie die Marke von 100.000 überschritt.

Im Rahmen der großen Kommunalgebietsreform in NRW fusionierte Wanne-Eickel 1975 mit der Nachbarstadt Herne. Wanne und Eickel sind seither Stadtbezirke der kreisfreien Stadt Herne. De facto erhielt sich aber ein recht starkes Eigenständigkeitsgefühl. Infolge des Niedergangs von Bergbau und Schwerindustrie gingen auch in Wanne und Eickel viele Arbeitsplätze verloren, die kombinierte Einwohnerzahl der beiden Stadtbezirke sank auf rund 70.000.

In der (westdeutschen) Populärkultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt Wanne-Eickel als geradezu sprichwörtliches Sinnbild einer durchschnittlichen, provinziellen, etwas langweiligen Ruhrgebietsstadt, die aber gerade deshalb auch irgendwie liebenswert ist. Die Stadt wurde in Liedern besungen, in Filmen, Fernsehsendungen und Kabarettprogrammen erwähnt, oft in einem humoristisch-spöttischen Kontrast zu bedeutenderen Metropolen oder exotischen Orten. 

Quelle: de.wikivoyage.org/wiki/Wanne-Eickel

Wappen der Stadt Wanne-Eickel, ©:altedrogeriemeinken.de
Ortseingangsschild ©:altedrogeriemeinken.de