Essen 21.08.1998, von Kay Volmer

Elektroversorgunng in Essen

Teile einer ehemaligen Luftschutzstollenanlage im Essener Stadtteil Frohnhausen waren durch eingedrungenes Wasser überflutet. Die Anlage befindet sich unter der Kreuzung Frohnhauser Straße und Gervinusstraße in einer Tiefe von 15-18m und einer Gesamtlänge von 120m. Das staatliche Bauamt Duisburg hatte das Technische Hilfswerk Essen beauftragt im Rahmen der Amtshilfe die Anlage leerzupumpen. Das abzupumpende Wasser konnte in einen Kanal eingeleitet werden. Der OV Essen wurde bei dem Einsatz von der Fachgruppe Wasserschaden-Pumpen (FG WP) aus dem OV Dinslaken und der Fachgruppe Elektroversorgung (FG E) aus dem OV Wanne-Eickel unterstützt.

Die Stichstraße zwischen Grevelstraße und Frohnhauser Straße wurde von Freitag, den 21.08.1998 17:00 Uhr bis Samstag, den 22.08.1998 20:00 Uhr auf Anordnung des Straßenverkehrsamtes gesperrt. Vor Beginn der Arbeiten stellten die Unterführer sicher, daß Ihre Helfer über die Sicherheitsbestimmungen, sowie über die Sicherheitseinrichtungen (Rettungstrupp, Kommunikationsmittel, Notbeleuchtung, Fluchtweg) und Verhaltenshinweise belehrt wurden.

Während der Arbeiten stand ein Rettungstrupp mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten bereit. Dieser war über Feldfernsprecher von der Anlage aus erreichbar. Er führte in regelmäßigen Abständen Messungen der Sauerstoffkonzentration in der Anlage durch. Die Anlage wurde an drei Stellen mit Explosions-Warngeräten überwacht. An jedem der drei Feldfernsprecher stand eine Handweitleuchte als Notbeleuchtung bereit.

Der OV Essen begann am Freitag mit den vorbereitenden Maßnahmen. So wurde ein Mauerdurchbruch an dem Haupteingang durchgeführt, damit ein einfacherer Zutritt bestand. Über einen Schutthang wurde ein Steg gefertigt und die erste Beleuchtung mit Halogenflutern eingerichtet. Die erste Stromversorgung wurde mit einem 5 kVA-Stromerzeuger realisiert.

Die Fachgruppe Elektroversorgung rückte am Samstag um 8:00 Uhr aus. Sie bestand aus dem Gruppenführer Carsten Biermann, dem Truppführer Martin Klaus, dem Kraftfahrer Kai Volmer und den Helfern Mathias Wiemers und Dirk Leymann. Sie fuhren mit dem Mannschaftstransportwagen (MTW), dem LKW mit Ladebordwand (LKW-Lbw) und der 175 kVA-Netzersatzanlage (Notstromerzeuger). Ihre Aufgabe war die Stromversorgung für die FG WP, den Verpflegungstrupp, die Fachgruppe Führung/Kommunikation (FüKom) und die Beleuchtung herzustellen. Nach dem Eintreffen um 8:30 Uhr bei dem OV Essen wurde die FG E zum Einsatzort geleitet. Um 9:00 Uhr wurde mit den Arbeiten begonnen. Gegen 11:20 Uhr wurden die ersten Pumparbeiten durchgeführt. Ein Zwischenfall unterbrach die Arbeiten etwa um 14:00 Uhr für ca. 45 min, da von den Helfern vor Ort ein unangenehmer Geruch festgestellt wurde. Die Einsatzkräfte wurden aus der Anlage zurückgezogen und der Rettungstrupp überprüfte die Luft. Es wurden aber nur schwache Gase vom Schlammboden festgestellt, so daß weitergearbeitet werden konnte. Um 17:00 Uhr besichtigte das staatliche Bauamt Duisburg die leergepumpte Anlage und stellte einen Zulauf fest. Damit war der Einsatz ein Erfolg. Danach konnten die Aufräumarbeiten durchgeführt und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden. Gegen 19:30 Uhr begann für die FG E der Marsch zurück. Der Dienst war um 20:15 Uhr zu Ende.

Die Verbraucher in der Nähe des Stromerzeugers wurden direkt angeschlossen. Die in die Anlage führende 50m 63A-Leitung hatte als Abschluß einen Baustromverteiler. Von hier aus wurden die Pumpen und die Beleuchtung versorgt. Dafür wurden 75m 32A-Leitungen, 75m 16A-Leitungen, ein 32A-Baustromverteiler, 150m Wechselstromleitung und 15 Stative mit 8 Halogenflutern benötigt.



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